Venedig bei Tag und Nacht

Zum 36. Mal fand in Venedig das Meeting Orienteering Venice statt. Die Ausrichter veranstalten jährlich Anfang November spannungsreiche Wettkämpfe innerhalb der Lagunenstadt.

Das Programm bot in diesem Jahr einen Model Event und einen Nachtsprint am Sonnabend, den 11. November 2017 und eine Mitteldistanz am Sonntag, den 12. November 2017. Auf Grund des hohen touristischen Aufkommens in Venedig auch im Herbst wurden die Starterzahl auf 1.000 begrenzt und die Läufe in die Abend- und Morgenstunden verlegt.

Von unserem Verein nahm Bettina teil – nun schon zum 5. Mal. Die deutsche Mannschaft bestand aus insgesamt 31 Sportlern. Bei den Wettkämpfen geht es zum einen darum, die günstigsten Brücken zu finden, anderseits gilt es, sich von Platz zu Platz zu orientieren. Der Reiz des Orientierens in diesen über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen liegt darin, dass jede Kreuzung, jeder Platz und jede Kanalüberquerung eine andere Situation darstellt.

Der Model Event fand im Stadtbezirk Cannaregio, einem relativ klar strukturierten Gebiet nahe des Bahnhofs statt. Der Nachtsprint (Etappe 1) wurde in der Nähe der Giardini im östlichen Teil der Stadt gestartet. Der sonntägliche Wettbewerb (Etappe 2) führte durch das Herz der Lagunenstadt um den Markusplatz herum. In diesem Jahr kreuzte zumindest die Bahn W 50+ nicht den Canal Grande.

Es war wie immer ein fantastisches Erlebnis, durch die engen Gassen, über romantische Brücken und majestätische Plätze zu orientieren. Der Zieleinlauf befand sich bei Etappe 1 und 2 am Ufer des Canal Grande. Im Hintergrund des Fotos ist der Campanile auf dem Markusplatz zu sehen.

In einem Feld von 27 Starterinnen belegte Bettina den 5. Platz in der Gesamtwertung W50+. Hervorzuheben ist der 3. Platz von Nikolaus Risch (ASG Teutoburger Wald) in der M 65+. Alle Ergebnisse sind unter http://www.orivenezia.it nachzulesen.

Bettina Kempe-Gebert, 13.11.2017, Venice

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Geteilte Freude ist doppelte Freude

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Dieser Weisheit konnte man beim Blick in die Gesichter der Podestbesteiger der am 16./17. September 2017 in Kindisch ausgetragenen Teamwettbewerbe in jedem Fall zustimmen. Hell war es auf der Lichtung der Rotkehlchen-Ranch von den strahlenden Gesichtern. Und die Freude steigerte sich noch, wenn es gelang, zu neunt das Gleichgewicht auf dem Podium zu halten. Weiterlesen

Unter Eseln

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Eselshof Deutsch-Paulsdorf

Am ersten September-Wochenende lud der Orientierungslauf Görlitz e.V. zu den Görlitzer OL Tagen bzw. der sächsischen Meisterschaft auf der Langstrecke und der sächsischen Meisterschaft Staffel ins Wettkampfzentrum des idyllisch gelegenen Eselshof nach Deutsch-Paulsdorf ein.‎‎ Rund um die Erhebung des Friedersdorfer Bergs sollte es um die Spitzen-Platzierungen im Vorfeld der bevorstehenden Highlights der OL-Saison gehen. Weiterlesen

Sommertrainingslager in Schweden

 

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Vom 20. Juli bis zum 06. August 2017 fuhr der Sachsenkader in das Sommertrainingslager, welches dieses Jahr in Schweden stattfand. Bestandteil des Lagers war zu Beginn die Teilnahme an O-Ringen. Dieser fand im Värmland statt und hatte, im Gegensatz zum Vorjahr „nur“ ca. 13 000 Teilnehmer, ein riesiges Event war es trotzdem. Die fünf Etappen fanden allesamt in typisch skandinavischem Gelände, mit vielen Steinen, Kuppen, Sümpfen und verwirrendem Höhenbild statt. Weiterlesen

3-Tage-OL in der OL-Hauptstadt 2017

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Zu Pfingsten reisten über 23 Planeten nach Berlin, in die diesjährige unbestrittene deutsche OL-Hauptstadt, um das lange Wochenende bei drei wunderschönen durch den SV IHW Alex e.V. organisierten OLs zu verbringen. Immerhin wurden bzw. werden in diesem Jahr die Meister bzw. Besten im Nacht-, Ultralang- und Lang-Ol alle samt in der näheren Umgebung von Berlin gesucht.

Aber der Reihe nach. Am Sonnabend gab es zu Beginn einen Sprint durch den Volkspark Friedrichshain. Petrus meinte es schon an diesem Tag nicht besonders gut mit uns, denn so ziemlich zum Wettkampfbeginn 14.00 Uhr begann es zu regnen. Bahnleger Martin Weiterlesen

Auf der anderen Seite des Planeten

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OL-Maskottchen bei den World Master Games

 

NEUSEELAND….welcher Globetrotter würde nicht gern einmal diese viel gepriesene Insel mit eigenen Augen sehen?

5 Planeten erfüllten sich diesen Traum und nahmen die Senioren-WM zum Anlass nach Down Under zu reisen. Doch erst nachdem wir drei Wochen lang die Faszination und Schönheit der Natur, die relaxte Freundlichkeit der Neuseeländer und die Sauberkeit nicht nur der öffentlichen Toiletten bestaunt hatten, gingen wir an den Start der WMOC 2017, die dieses Mal im Rahmen der World Masters Games mit knapp 28 000 Sportlern in 28 Sportarten in Auckland stattfand. Weiterlesen

Mangelnde Aufmerksamkeit oder Falle – das ist hier die Frage …

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Mittelalterliches WKZ

Am Wochenende 10./11. September veranstaltete der MTV Seesen die Deutsche Meisterschaft Sprint und die erste Deutsche Mixed-Sprintstaffel in der Seesener Altstadt, sowie einen Bundesranglistenlauf in der Langdistanz, der in einigen Altersklassen als DM Mittel ausgetragen wurde. Als erster Lauf fand am Samstagmittag die Deutsche Meisterschaft im Sprint-OL statt. Die Läufer mussten sich auf orientierungstechnisch anspruchsvollen Bahnen und bei hochsommerlichen Temperaturen in der verwinkelten Altstadt Seesens beweisen. Postencodekontrolle war hier von oberster Priorität. Besonders zu erwähnen sind Christian Teich, der in der Eliteklasse der Herren einen starken dritten Platz belegte, Martin Scheuermann, der es in der Klasse H14 auf den zweiten Rang schaffte und Gerd Zimmermann der bei den Herren bis 55 einen dritten Platz belegte.

 

Am späteren Nachmittag startete dann die erste Deutsche Mixed-Sprintstaffel. Hier liefen in den Kategorien Elite, Jugend, Senioren und Rahmen, jeweils 3 bzw. 4 männliche und weibliche Starter in Staffeln um den Sieg. Als bestes Ergebnis für Planeta verbuchte die Seniorenstaffel einen 10. Platz. Die Siegerehrung für beide Läufe fand dann am Abend vor historischer Kulisse der Seesener Burg statt.

Am Sonntag fand dann abschließend der Lauf der Bundesrangliste und für einige Klassen die Deutsche Meisterschaft auf der Mitteldistanz statt. Auch hier war das Kontrollieren der Postencodes von äußerster Wichtigkeit, da an der einen oder anderen Stelle die eine oder andere Falle auf die Läufer wartete. Die Fahne für Planeta hielt an diesem Tag erneut Martin Scheuermann mit seinem Sieg in der H14 hoch.

Max H.

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Staffelvorbereitung

 

Fotos vom Veranstalter

Routegadget

Česká Kanada 2016, 5-Tage-OL – Seniorensiege der deutschen OLer

0-IMG_3273Über 1500 OLer aus mehr als 10 Ländern reisten Mitte August ins wunderschöne Česká Kanada zum 5-Tage-Ol. Die Region Česká Kanada befindet sich auf einem Hochplateau an der österreichischen Grenze, östlich von České Budějovice. Es wird geprägt durch ausgedehnte Wiesen in den Niederungen und bewaldete, meist gut belaufbare Höhenzüge mit reichlich Steinen und Felsen aus Granit.

Die Bahnleger griffen fast ausschließlich auf diese Steine und Felsen bei der Postenwahl zurück. Dies sorgte für sehr schöne und anspruchsvolle Bahnen.

Aus Deutschland war eine kleine, aber leistungsstarke Seniorengruppe angereist.

Die Läufe fanden bei Zvůle, Staré město und Stoječín statt. Das Wetter war zum Laufen sehr angenehm (trocken und Temperaturen zwischen 13° und 23°).

Das Abschneiden der deutschen Starter kann sich sehen lassen.

Sie stellten drei Sieger: Erika Lemnitzer D70, Andreas Spengler H55A und Manfred Hickethier H60. Zweite Plätze belegten: Nils Schmiedeberg H45A und Matthias Müller H50A. Dritte wurden Anke Müller D50A, Gerhard Brettschneider H60 und Robin Zschäckel H20. Einen ebenfalls guten 5. Platz belegte Raik Zschäckel H45A.

Der 5-Tage-Ol war sehr gut organisiert und alle freuen sich auf eine Neuauflage in einigen Jahren.

Manfred Hickethier

 

WMOC 2016 – Finale Langdistanz

Nachdem die bisherigen Wettkämpfe bei angenehmen Temperaturen und ohne Regen über die Bühne gingen gab es ausgerechnet zum Finale über die Langdistanz Herbstwetter: Dauerregen und Temperaturen um die 12°C.

 

Das Wettkampfzentrum befand sich in unmittelbarer Nähe zu einer Militärbasis inmitten des Waldes. Rauchsäulen der zahlreichen Grills wiesen den ca. 3.800 Wettkämpfern den Weg dahin. Von dort ging es zum nahe gelegenen Start in den insgesamt sehr gut belaufbaren und schnellen Wald südlich des Lahemaa Nationalparks. Sümpfe waren auch diesmal dabei und einigen Bahnen hatten das zweifelhafte Vergnügen, in der Nähe moorähnlicher Gebiete einige Posten anlaufen zu dürfen. Verluste waren aber zum Glück nicht zu verzeichnen 😉

Die beiden A-Finalisten von Planeta belegten die Plätze 45 (Helmut, H65) und 56 (Frank, H40). Die verbliebenen Planeten starteten im B-Finale – hier war Ute mit Platz 8 in der D50 am erfolgreichsten.

Frank W. ZieleinlaufDie Abfahrt vom Parkplatz auf der Wiese verlief trotz des Dauerregens zum Glück reibungslos. Nach einem Zwischenstopp im Hotel zum Sachen umpacken ging es auf direktem Weg zum Flughafen von wo aus es direkt (nach Berlin) oder indirekt (über Frankfurt nach Dresden) zurück in die Heimat ging.

Was bleibt ist die Erinnerung an insgesamt sehr gut organisierte Wettkämpfe in einer phantastischen Landschaft und einem sehr gastfreundlichen Land.

Text: Sven H.

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Links:

Ergebnisse / Photos / Route Gadget

http://wmoc2016.ee/competition/results/

Homepage WMOC

http://wmoc2016.ee/