Sächsische OL-Meisterschaften Sprint und Sprintstaffel in Radeberg: Zweimal filigranes Orientieren am vergangenen Sonntag bei 22 – 28° C

Massenstart zur Sprintstaffel bei 28° C (Fotograf: Dietmar Fuchs)

226 Läufer (28 Planeten) starteten beim Einzellauf am Vormittag und 150 (24 Planeten) als 3-er Staffeln in 4 Kategorien am Nachmittag.

Am Vormittag (ab 10:00) liefen wir vom Schloss Klippenstein in die Altstadt von Radeberg, wo von Straßenzügen umgebene Quartiere mit Innenbereichen dominieren, die nur über Gassen und schmale Durchgänge erreichbar sind. Zahlreiche Zäune und Rabatten in den besagten Innenbereichen erforderten bei der Routenwahl eine besonders gute Planung. Mit Raffinesse gestaltete Postennester verlangten die unbedingte Beachtung der Postenbeschreibung. Dadurch ergaben sich bei ständigem Richtungswechsel zahlreiche Gegenläufe und häufiger Kontakt mit anderen Läufern, wovon man sich nicht ablenken lassen durfte. So stand ich plötzlich vorm Zaun auf der einen sowie Sperrgebiet auf der anderen Seite, ohne auf der Karte einen Zugang zum vermeintlichen Postenstandort zu finden, weil ich nicht beachtete, dass die einspringende Ecke auf der Postenbeschreibung als die nordöstliche benannt war. Das Ergebnis war für mich erheblicher Zeitverlust und Erfahrungsgewinn. Swenja machte diese Erfahrung nicht, sondern siegte fehlerfrei in der D18 auf der selben Bahn wie ihr Papa Frank. Dabei belegte er in der H45, sehr zufrieden mit seinem Lauf, den 2. Platz als bester Deutscher. Zufrieden schmunzelte aus unserem Verein Erik, da er bei hohem Tempo alle Feinheiten von Karte und Postenbeschreibung richtig umsetzte und so in der Klasse H18 gewann. Besonders gute Läufe hatten von Planeta noch Angelina (1. / D55) und Helmut (2. / H65).

Am Nachmittag (Massenstart 15:00) ging es dann vom WKZ mit seiner großen Wiese an der alten Sporthalle in das am Vormittag bereits belaufene Gebiet. Hin und wieder erinnerte man sich an diese und jene Örtlichkeit, ohne jedoch daraus wesentliche Erleichterung beim wiederum sehr anspruchsvollen Orientieren ziehen zu können. Unsere jungen Leute waren hier besonders erfolgreich mit dem 1. Platz in der Besetzung Max, Swenja und Martin in der Kategorie D/H18 bei leider nur 4 gestarteten Staffeln. Im Vergleich dazu war die Kategorie D/H19 mit 20 Staffeln sehr gut besucht und der 3. Platz unserer Staffel mit Robert Dittmann, Katja und Erik ist besonders zu würdigen.

Schneller Wechsel an 3. Position von Robert auf Katja (Fotograf: Konrad)

In der technischen Pause zwischen den beiden Läufen bot der Veranstalter Imbiß und Kinder-OL an. Die Zwischenzeit wurde darüber hinaus von den Teilnehmern sehr unterschiedlich genutzt: für einen Spaziergang im nahen Hüttertal, Besichtigung des Schlosses Klippenstein, Schwimmen im Stadtbad oder einfach Entspannen bei gelegentlichem Gedankenaustausch am schattigen Rand der WKZ-Wiese.

Fazit: Dem Post SV Dresden gilt großer Dank für diesen solide und mit viel Engagement für unsere schöne Sportart veranstalteten Tag, wo die sehr gute Karte des feingliedrigen Stadtgebietes sowie die besonders anspruchsvollen und trotzdem fairen Bahnen in angenehmer Erinnerung bleiben.

Ergebnisse Sprint und Sprintstaffel

Autor: Konrad Tonn

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