Ultra- und mittellanger Orientierungslauf im Elbsandsteingebirge

 

Massenstart zur DBK Ultralang 2015

Massenstart zur DBK Ultralang 2015 (Foto: Konrad Tonn)

 

Am vergangenen Wochenende fanden rings um das zu Füßen des Papststeines ca. 350 hoch liegende Wettkampfzentrum die Deutschen Bestenkämpfe Ultralang und ein Bundesranglistenlauf über die Mitteldistanz statt. Besondere Spannung versprach der OL über die Ultralange Distanz für die Läufer der Klassen D19E, D20, H20, H21E, H35 und H40, da diese 12:00 Uhr zum Massenstart auf einer großen, leicht ansteigenden Wiese mit dem wunderschönen Felsmassiv der Schrammsteine im Rücken antraten. Von unserem Verein startete hier nur Frank Sickert, wobei er sich

gleich am Anfang seiner 13,4 km-Strecke mit 390 Höhenmetern und 23 Posten etwas absetzte.

Wo stürmt Frank hin?

Wo stürmt Frank hin? (Foto: Konrad Tonn)

Die Läufer waren schnell im nahen Wald verschwunden als noch zwei Nachzügler erschienen, die wohl erst am vom Wettkampfzentrum in entgegengesetzter Richtung 1,7 km entfernten Start 2 waren? Dort startete ich dann auch wie alle anderen im Zeitstart von kurzen 2 Minuten Abstand zum Vorläufer. Die am Start zu entnehmende Postenbeschreibung kündigte mir von den 19 Posten entgegen meiner Erwartung keinen Felsen und nur 5 Steine an. Das Gelände zeigte sich dann als abwechslungsreich vom Bodenbewuchs her mit Dornen- und Farnfeldern sowie Resten der Forstbewirtschaftung, aber auch vom Profil her mit flachen Abschnitten auf den Hochflächen und zur Routenwahl zwingenden tiefen Einschnitten am Rand der Hochfläche, wovon insbesondere die langen Bahnen wie H21E und D19E betroffen waren. Gegen Ende stand für die meisten noch die Routenwahlentscheidung nördlich um, direkt drüber oder südlich um das Felsmassiv des Papststeines herum. Angelina entschied sich für den kürzesten Weg, also durch und über die Felsen, und war nicht so recht zufrieden. Ich entschied mich für die nördliche Umgehung, weil ich die Karte im Bereich der Felsen schlecht lesen konnte, und stellte zu Hause fest, dass die südliche Route wohl die Beste war. So anspruchsvoll ist eben nur Orientiertungslauf.

Unser schnell gestarteter Kindertrainer Frank brauchte 115 Minuten für seine lange Strecke und belegte damit Platz 11 in H40. In der H21E entschied den spannenden Zweikampf auf identischer Bahn über 19,3 km, 725 Höhenmetern und 33 Posten in reichlich 121 Minuten und mit winzigen 5 Sekunden Vorsprung Matthias Kretzschmar vom Post SV Dresden für sich vor Sören Lösch vom USV Jena. Von den 6 in D19E gestarteten Damen war Theresa Flechsig vom USV TU Dresden in knapp 107 Minuten die Schnellste über 13,4 km mit 390 Höhenmetern und 23 Posten. Besonders gute Ergebnisse erzielten von den 17 gestarteten „Planeten“: Svenja Sickert – 2. D14, Angelina Kuleva – 2. D55, Gisela Tonn – 1. D60, Katrin Scheuermann – 1. DIRM, Martin Scheuermann – 2. H14, Konrad Tonn – 3. H60,  Tassilo Schmalfeld – 1. H70, Christoph Brandt – 1. H21AK, Robert Dittmann – 3. H21AK und Erik Scheuermann – 1. DIRL.

Gisel stürmt ihrem 2. Sieg des Wochenendes entgegen (Foto: Jörg Latus)

Gisel stürmt ihrem 2. Sieg des Wochenendes entgegen (Foto: Jörg Latus)

Beim sonntäglichen BRL Mitteldistanz ging es in das Gebiet des Vortages und diesmal waren von 12 Posten auf meiner 3,4 km-Strecke 4 Felsen und 4 Steine, so konnte ich auch nahezu alle Postenstandorte als technisch schwierig bezeichnen, wobei ich jedoch mit dem Lesen der steinigen Kartenteile Schwierigkeiten hatte. Im Gegensatz zum unterkühlten Vortag mit Graupelschauern herrschte durchweg Sonnenschein, der die kühle Luft angenehm erwärmte. Die meisten Bundesranglistenpunkte sammelten aus unserem Verein mit 1. Plätze: Angelina – D55, Gisela – D60, Martin – H14, Frank – H40; 2. Platz: Christoph – H21E; 3. Plätze: Bettina Kempe – D40, Henri Hickethier – H35.

Udo und Talle - Profis fürs Parken (Foto: Konrad Tonn)

Udo und Talle – Profis fürs Parken (Foto: Konrad Tonn)

Fazit: Abwechslungsreiche Orientierungsläufe in wunderbarer Landschaft. Vielen Dank an die Veranstalter vom ESV Lok Bad Schandau und deren Helfer.