Mangelnde Aufmerksamkeit oder Falle – das ist hier die Frage …

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Mittelalterliches WKZ

Am Wochenende 10./11. September veranstaltete der MTV Seesen die Deutsche Meisterschaft Sprint und die erste Deutsche Mixed-Sprintstaffel in der Seesener Altstadt, sowie einen Bundesranglistenlauf in der Langdistanz, der in einigen Altersklassen als DM Mittel ausgetragen wurde. Als erster Lauf fand am Samstagmittag die Deutsche Meisterschaft im Sprint-OL statt. Die Läufer mussten sich auf orientierungstechnisch anspruchsvollen Bahnen und bei hochsommerlichen Temperaturen in der verwinkelten Altstadt Seesens beweisen. Postencodekontrolle war hier von oberster Priorität. Besonders zu erwähnen sind Christian Teich, der in der Eliteklasse der Herren einen starken dritten Platz belegte, Martin Scheuermann, der es in der Klasse H14 auf den zweiten Rang schaffte und Gerd Zimmermann der bei den Herren bis 55 einen dritten Platz belegte.

 

Am späteren Nachmittag startete dann die erste Deutsche Mixed-Sprintstaffel. Hier liefen in den Kategorien Elite, Jugend, Senioren und Rahmen, jeweils 3 bzw. 4 männliche und weibliche Starter in Staffeln um den Sieg. Als bestes Ergebnis für Planeta verbuchte die Seniorenstaffel einen 10. Platz. Die Siegerehrung für beide Läufe fand dann am Abend vor historischer Kulisse der Seesener Burg statt.

Am Sonntag fand dann abschließend der Lauf der Bundesrangliste und für einige Klassen die Deutsche Meisterschaft auf der Mitteldistanz statt. Auch hier war das Kontrollieren der Postencodes von äußerster Wichtigkeit, da an der einen oder anderen Stelle die eine oder andere Falle auf die Läufer wartete. Die Fahne für Planeta hielt an diesem Tag erneut Martin Scheuermann mit seinem Sieg in der H14 hoch.

Max H.

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Staffelvorbereitung

 

Fotos vom Veranstalter

Routegadget

Česká Kanada 2016, 5-Tage-OL – Seniorensiege der deutschen OLer

0-IMG_3273Über 1500 OLer aus mehr als 10 Ländern reisten Mitte August ins wunderschöne Česká Kanada zum 5-Tage-Ol. Die Region Česká Kanada befindet sich auf einem Hochplateau an der österreichischen Grenze, östlich von České Budějovice. Es wird geprägt durch ausgedehnte Wiesen in den Niederungen und bewaldete, meist gut belaufbare Höhenzüge mit reichlich Steinen und Felsen aus Granit.

Die Bahnleger griffen fast ausschließlich auf diese Steine und Felsen bei der Postenwahl zurück. Dies sorgte für sehr schöne und anspruchsvolle Bahnen.

Aus Deutschland war eine kleine, aber leistungsstarke Seniorengruppe angereist.

Die Läufe fanden bei Zvůle, Staré město und Stoječín statt. Das Wetter war zum Laufen sehr angenehm (trocken und Temperaturen zwischen 13° und 23°).

Das Abschneiden der deutschen Starter kann sich sehen lassen.

Sie stellten drei Sieger: Erika Lemnitzer D70, Andreas Spengler H55A und Manfred Hickethier H60. Zweite Plätze belegten: Nils Schmiedeberg H45A und Matthias Müller H50A. Dritte wurden Anke Müller D50A, Gerhard Brettschneider H60 und Robin Zschäckel H20. Einen ebenfalls guten 5. Platz belegte Raik Zschäckel H45A.

Der 5-Tage-Ol war sehr gut organisiert und alle freuen sich auf eine Neuauflage in einigen Jahren.

Manfred Hickethier

 

WMOC 2016 – Finale Langdistanz

Nachdem die bisherigen Wettkämpfe bei angenehmen Temperaturen und ohne Regen über die Bühne gingen gab es ausgerechnet zum Finale über die Langdistanz Herbstwetter: Dauerregen und Temperaturen um die 12°C.

 

Das Wettkampfzentrum befand sich in unmittelbarer Nähe zu einer Militärbasis inmitten des Waldes. Rauchsäulen der zahlreichen Grills wiesen den ca. 3.800 Wettkämpfern den Weg dahin. Von dort ging es zum nahe gelegenen Start in den insgesamt sehr gut belaufbaren und schnellen Wald südlich des Lahemaa Nationalparks. Sümpfe waren auch diesmal dabei und einigen Bahnen hatten das zweifelhafte Vergnügen, in der Nähe moorähnlicher Gebiete einige Posten anlaufen zu dürfen. Verluste waren aber zum Glück nicht zu verzeichnen😉

Die beiden A-Finalisten von Planeta belegten die Plätze 45 (Helmut, H65) und 56 (Frank, H40). Die verbliebenen Planeten starteten im B-Finale – hier war Ute mit Platz 8 in der D50 am erfolgreichsten.

Frank W. ZieleinlaufDie Abfahrt vom Parkplatz auf der Wiese verlief trotz des Dauerregens zum Glück reibungslos. Nach einem Zwischenstopp im Hotel zum Sachen umpacken ging es auf direktem Weg zum Flughafen von wo aus es direkt (nach Berlin) oder indirekt (über Frankfurt nach Dresden) zurück in die Heimat ging.

Was bleibt ist die Erinnerung an insgesamt sehr gut organisierte Wettkämpfe in einer phantastischen Landschaft und einem sehr gastfreundlichen Land.

Text: Sven H.

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Ergebnisse / Photos / Route Gadget

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Homepage WMOC

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Senioren-WM 2016 in Tallin

Qualifikation Langdistanz – 2 Planeten im A-Finale

 

Am Mittwoch und Donnerstag fanden die Qualifikationsläufe über die Langdistanz bei der diesjährigen Senioren-WM in Estland statt. Als Wettkampfzentrum hatten die rührigen Organisatoren einen Sportpark ca. 60 km östlich von Tallinn ausgewählt, der die notwendige Infrastruktur für die ca. 3.800 Teilnehmer zur Verfügung stellte. Vom Parkplatz aus musste ein Bus-Shuttle genutzt werden, um das Wettkampfzentrum zu erreichen, der aber reibungslos und ohne größere Wartezeiten funktionierte.

Das Gelände war gekennzeichnet von einem detailreichen Relief, teilweise starkem Unterbewuchs sowie einigen sumpfigen Abschnitten, die wohl fast alle Bahnen, speziell am 1. Tag zu spüren bekommen haben. Nasse Füße waren garantiert …

Die Planeten schlugen sich durch die Bank wacker und konnten mit 2 A-Final-Teilnahmen durch Helmut (H65) sowie Frank Sickert (H40) überzeugen. Alle anderen Teilnehmer werden das B-Finale über die Langdistanz bestreiten, das zum Abschluss am Samstag ca. 70 km östlich von Tallinn in Pikasaare ausgetragen wird.

Zuvor steht aber noch ein wohlverdienter Ruhetag an, der zum Erkunden der Umgebung sowie Auffüllen der Energiespeicher genutzt werden wird. Als kleiner Vorgeschmack wurde nach dem 2. Qualifikationslauf noch das nördlich gelegene Moor Viru Raba besichtigt, das in einzelnen Teilen an die beiden vergangenen Läufe erinnerte.

 

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Ergebnisse / Photos

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Sachsen-Kader-TL Slowenien und OOCup 2016

Dieses Jahr fand das Sommer-Trainingslager des Sachsen-Kaders in Ajdovščina, Slowenien statt. Wir waren in einer Jugendherberge in Zimmern mit jeweils zwei Leuten untergebracht. Jeden Morgen gab es halb acht Frühstück und halb neun ging es zur Vormittagseinheit los. Nach dieser aßen wir unser mitgebrachtes Lunch-Paket und ungefähr um zwei begann die Nachmittagseinheit. Am Abend gab es immer noch eine Auswertung z. T. mit Ergebnissen. An den ersten zwei Tagen war das Gelände offen, wiesig und mit sehr vielen Mauern. Die überall auftretenden Dolinen und großen Senken waren eine gute Orientierungshilfe. Am Nachmittag des dritten Tages besuchten wir eine sehr schöne Tropfsteinhöhle. Am Abend desselben Tages trafen die Bundeskader und die Tschechen ein, welche beide auch jeweils ein Trainingslager hier machten. Die folgenden Einheiten trainierten wir teilweise parallel zu ihnen. Das Gelände ab dem dritten Tag bestand aus sehr vielen Steinen jeglicher Formen und Größen, offenem Hochwald und kleinen bis sehr großen Dolinen. Die Wege waren z. T. überwachsen und nicht mehr gut erkennbar. Mithilfe des Linien-Ols konnte man die Feinorientierung verbessern und das neue Gelände gut kennen lernen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten machte es richtig Spaß durch den Wald zu laufen. Es folgten 3 weitere schöne (Technik-)Einheiten, die wir auch auf den Karten vom OO-Cup letzten Jahres ausführten. Am sechsten Tag fuhren wir an die Mittelmeerküste. Am Vormittag liefen wir 2 Knockout-Sprints in der schönen Altstadt von Piran. Danach fuhren wir weiter nach Izola, wo wir die anderen beiden Sprints liefen. Danach gingen wir im schön warmen Mittelmeer baden. Am letzten Tag war noch ein Routenwahl-OL zu zweit und ein freiwilliger Paar-OL. Als Abschluss dieses wunderschönen Trainingslagers fuhren wir zum OO-Cup, bei dem wir all unser erlerntes Können zeigen und auf die Probe stellen konnten.

 

Am Dienstag zogen wir dann nach Kranjska Gora um und nahmen am OO-Cup, einem 5-Tage-OL teil. Die erste Etappe war in Österreich, nahe der Stadt Villach. Das Wettkampfgelände war nahe der Stadt gelegen und bestand aus einem feinen hügeligen Wald. Die zweite und die dritte Etappe fanden in Italien statt, auf der Karte „Laghi di Fusine“, ein Gelände mit zwei wunderschön klaren Seen. Der zweite Tag war geprägt von zahlreichen Steinen, Hügeln und Kuppen, am dritten Tag war das Gelände etwas offener und teilweise steiler. Die beiden letzten Etappen waren dann wieder in Slowenien in der Nähe von Bohinjska Bistrica. Das Gelände am vierten Tag war ziemlich hoch gelegen. Dort war es größtenteils sehr steil, und hauptsächlich wiesiges Gelände. Vorteile hatten diejenigen, die sich auf der Sesselliftfahrt zum Start schon die sichtbaren Postenstandorte einprägten. Am letzten Tag nun liefen wir dann in typischem slowenischem Karstgelände mit detailreichem Höhenbild und Dolinen. Alle fünf Läufe waren orientierungstechnisch und konditionell sehr anspruchsvoll und bildeten einen schönen Abschluss des Trainingslagers, welches sich für alle gelohnt hat.

Martin und Erik S.

Weitere Berichte unter:

http://www.orientierungslauf.de/1/2/0/2037

http://tu-ol-dresden.de/?daten/showstory.cgi?100734

Senioren-WM 2016 in Tallin

Insgesamt 8 Planeten machten sich am Samstag auf in Richtung Tallin, wo die diesjährige Senioren-WM stattfindet. Durch die dreiköpfige „Vorhut“ wurden die notwendigen Startunterlagen abgeholt, so dass am Sonntag Vormittag der Sprint-Qualifikationslauf im Kadrioru-Park in Angriff genommen werden konnte. Alle Teilnehmer können während der Wettkampfwoche die Nahverkehrsmittel unentgeltlich nutzen, so dass die Planeten die direkt am Quartier haltende Straßenbahn zur „Anreise“ nutzten.

 

Der Park, insgesamt sehr schnell belaufbar, mit zahlreichen Blumenrabatten und Wasserspielen, bot nur wenige Routenwahlprobleme, so dass am Ende die Grundschnelligkeit in vielen Klassen über das Erreichen des A-Finals entscheiden sollte. Dies gelang von unseren Startern Helmut (H65) am souveränsten (Platz 5 im Vorlauf). Ebenfalls das A-Finale am Montag erreichten mit sehr guten Leistungen Andrea (D55) und Frank (H40) während Gerd trotz toller Zeit auf der recht langen Zielpflichtstrecke das A-Finale um 2 sec. verpasste. Auch die anderen Planeten erreichten das B-Finale in den zum Teil stark besetzten Klassen.

Das Sprintfinale am heutigen Sonntag fand in der Tallinner Altstadt statt und war orientierungstechnisch wesentlich anspruchsvoller als der Vorlauf. Zahlreiche Mauern, enge Gassen, verwinkelte Treppen sowie zahlreiche Touristen machten das Finale zu einer echten Herausforderung. Unsere A-Finalisten kamen auf die Plätze 50 (Helmut) und 63 (Andrea) während Frank mit sich und einem überlaufenen Posten haderte. Von den B-Finalisten überzeugten vor allem Ute (Platz 3 in der D50-B) sowie Gerd (Platz 4 in der H55-B).

Für die deutschen Teilnehmer war es ein insgesamt erfolgreicher Tag mit dem Gold durch Helmut Conrad (H75) sowie Silber durch Michael Finkenstädt (H50) sowie einem 4. Platz durch Veronika Lange in der D55.

Nach einem Trainings- und Wettkampftag folgen die Qualifikationsläufe über die Langdistanz am Mittwoch und Donnerstag sowie das abschließende Finale am Samstag.

Sven H.

Ergebnisse Sprint Vorlauf

http://wmoc2016.ee/wp-content/uploads/2016/07/ResultsSprintQ.pdf

Ergebnisse Sprint Finale:

http://wmoc2016.ee/wp-content/uploads/2016/07/ResultsSprintF.html

Homepage WMOC

http://wmoc2016.ee/

Eduard 2016 (3-Tage-Ol)

Auf den Spuren des Bergbaus im Erzgebirge

Vom 29.-31.07.2016 fand in Jachymov (CZ) unweit von Oberwiesenthal ein 3-Tage-Ol statt. Das Gelände war 2015 der Austragungsort der tschechischen Meisterschaft auf der Mitteldistanz. Durch den Bergbau ist der Großteil des Wettkampfgebietes mit unzähligen Gruben, Senken und Halden übersäht, was interessante Bahnen versprach.

Angelina und ich stellten sich diesen Anforderungen. Wie beim Grand Prix Silesia kamen wir mit dem Gelände sehr gut zurecht. Angelina (D55) hatte, wie zu erwarten, keine Konkurrenz und gewann souverän. Ich hatte mich für die H55 entschieden, um mich auf den Anfang August stattfindenden 5-Tage-Ol in Czech-Kanada (1711 Starter) vorzubereiten. Es lief super, jedoch war ein 6 Jahre jüngerer Läufer aus Marienbad mir läuferisch deutlich überlegen, so dass ich diesmal den 2. Platz belegte.

Es waren sehr schöne und anspruchsvolle Läufe, bei erstklassiger Organisation. Schade, dass sich nur 4 deutsche Oler an die deutsch-tschechische Grenze verirrten.

0-IMG_2640.jpgManfred H.

 

Swiss-O-Week und mehr …

In diesem Jahr lockte uns der OL-Sommer in das Engadin. Konnten Ute und ich in der ersten Woche im Unterengadin die JWOC in einigen Rahmenläufen begleiten, führte uns anschließend die Reise nach St. Moritz. Dort starteten zur SOW 2016 über 4.000 Teilnehmer, darunter u.a. Udo und weitere bekannte OLer aus Dresdner und anderen deutschen Vereinen. Die SOW bot mit 6 Etappen zzgl. Sprint-Prolog zahlreiche unterschiedliche Geländeformen und –perspektiven.

Bereits die Etappenbezeichnungen „rumatsch“, „mondän und prickelnd“, „teuflisch und schwarzweiß“, „baumlos aussichtsreich“ oder „philosophisch“ ließen erahnen, was auf uns zukommt. Insbesondere in Etappe 3 etwas unterhalb vom Berninapass, mehrheitlich oberhalb der Baumgrenze, war die Herausforderung, sich in den zahlreichen Fels- und Blockfeldern bei langen Routenverbindungen zu orientieren, besonders groß. Etappe 4 am Malojapass brachte für uns bzw. alle Starter von Start 2 einen Lauf in überwachsenen steilen Blockfeldern, welche das Vorwärtskommen und Orientieren im größten Teil der Bahnen schwierig machte.

Höhepunkt war Etappe 5 im alpinen Gelände auf 2.400 bis 2.700 müM. Der Weg zum Start war mit 100 min angegeben. Dieser erfolgte mit der Bergbahn zum WKZ an der Bergstation Futschellas, anschließend 1 km, 160 Hm am Ziel vorbei und weiter 0,8 km, 135 Hm hoch bis zum Start. Im Lauf wechselten sich Steinlandschaften, schnell belaufbare Alpwiesen und feinkupiertes Gelände ab. Durch die Erfahrungen der Vortage gelang mir dort bei Sonne ein sehr guter Lauf. Leider zog gegen Mittag ein Gewitter auf, so dass der Wettkampf abgebrochen werden musste und damit aus der Wertung fiel. Die kurz vor dem Wetterumschwung gestarteten Läufer hatten ungleich härtere Bedingungen. Regen, Nebel, Blitz und Donner waren gefährliche Begleiterscheinungen. Nach ca. 2,5 h hatte sich das Unwetter verzogen und der Rückweg ins Tal wurde wieder freigegeben.

Sportlich und wettertechnisch boten diese zwei Wochen viel Abwechslung, von 39 °C beim ersten Dorfsprint bis Schneefall auf der Alm. Von sehr anspruchsvollen Bahnen bis zum Klettern im Blockfeld war alles dabei. Mit zwei 4. Plätzen in der Tagesetappen der SOW sowie einem Sieg in einem Rahmenlauf der JWOC Mitteldistanz, aber auch etwas „Orientierungslosigkeit“ in der 3. Etappe, lagen bei mir Höhen und Tiefen dicht beieinander.

Neben dem OL-Programm konnten wir bei zahlreichen Wanderungen und Ausflügen (einschl. Bernina-Eisenbahn) diesen wunderschönen Teil der Schweiz im Sommer genießen und freuen uns bereits auf die SOW 2018 in Gstaad.

 

Text und Fotos: Frank W.

 

Grand Prix Silesia 2016

Auf Steinsuche im Altvatergebirge (CZ)

0-IMG_2551.jpgAngelina und ich (Manfred) folgten Mitte Juli dem Aufruf zu einem 6-Etappen-Ol in nordisch geprägtes Gelände im Altvatergebirge, 80 km östlich vom Riesengebirge. Das Laufgelände war durch viele Steine, Sümpfe und Gruben geprägt. Es war also höchste Konzentration gefragt.

600 Starten stellten sich der Herausforderung. Die CZ-Bahnleger wurden ihrem Ruf für sehr schwere Bahnen auch im Seniorenbereich gerecht.

Angelina und ich kamen mit dem Gelände und den anspruchsvollen Bahnen hervorragend zurecht und gewannen beide in unseren Altersklassen (Angelina D55 und ich H55). Von den 6 Etappen gewannen wir jeweils drei. Der schlechteste der 6 Läufe wurde gestrichen.

Es waren wunderschöne OLs in einem traumhaften Gelände.

Manfred H.

 

Sächsisches OL-Wochenende

Am vergangenen Wochenende standen zwei sächsische Meisterschaften an, gesucht wurden die Besten im Sprint und im Lang OL.

Am Samstag fand der Sprint OL statt, ausgeführt als Doppelsprint in Neustadt (Sachsen). Veranstalter war der ESV Lok Bad Schandau.

Der erste Lauf führte durch ein parkähnliches Gebiet, in dem viele Wohnblöcke aus den 70er Jahren standen. Die langen Bahnen waren aber auch durch ein Waldgebiet mit kräftigem Unterwuchs gelegt. Hier war für eine gute Zeit entscheidend, nicht von den schmalen Waldpfaden abzukommen.

In der Zeit zwischen den zwei Läufen konnte auf der Wiese vorm Sportforum Kuchen essend gechillt werden. OL-fachtechnisch konnten Erfahrungen über das wahlweise eingesetzte berührungslose SI-Air-System ausgetauscht und der Einfluss eines durch Rasenmäharbeiten wandernden Posten diskutiert werden.

Der zweite Lauf führte durch das Zentrum von Neustadt und war ein typischer Stadtsprint. Einige interessante Routenwahlen waren möglich. Vor der Kirche hatte eine Hochzeitsgesellschaft sicher einige Mühe, die Bilder ohne durchsprintende Läufer aufzunehmen.

Leider wurde die wirklich gelungene Veranstaltung von, für sächsische Verhältnisse, doch recht wenigen Läufern angenommen. Dabei lockten eine sächsische Meisterschaft, Parktourteilnahme und gerade für Kinderklassen und OL-Anfänger viele Landesranglistenpunkte in Einem.

In der Klasse D55 belegt Angelina den ersten Platz, mehr Podestplätze gab es an diesem Tag für Planeta nicht zu holen.

 

Das sollte sich am nächsten Tag ändern. Die Meisterschaft im Lang OL wurde in Wehrsdorf durchgeführt. Veranstalter hier der ortsansässige Verein.

Wettkampfgebiet war der „Dreiherrenstein“ gleich hinter dem Ort. Das Gelände war typisch für das Oberlausitzer Bergland, viele Steine, ein paar kleinere Felsen und ein dichtes Wegenetz. Leider war auch hier der Unterwuchs durch den vielen Regen prächtig gediehen. Die Postenstandorte waren so ausgewählt, dass sie auch für nicht ganz so professionelle Läufer gut zu finden waren. Entschieden wurde in diesem Lauf viel über die richtigen (oder falschen) Routenwahlen. Persönlich möchte ich noch anmerken, dass ich die Karte sehr gut fand, die vielen Details stimmten immer, egal ob großer Baum, Stein oder Pfad.

Auch das Wetter spielte mit, es waren optimale Bedingungen, die Sonne schien, aber es war noch nicht zu warm. So konnte man den Wettkampf bei Kuchen, Tee und Bratwurst schön ausklingen lassen.

Zum Abschluss noch die vielen Planeta-Erfolge des Tages:

3. Plätze belegten Anne (D12), Swenja (D14),

2. Plätze belegten Robert (H21AL), Frank S. (H40), Sven (H35), Gerd (H55),

Sächsische Meister im Lang OL wurden: Ute S. (D55), Andrea (D60), Martin (H14), Erik (H16), Helmut (H60)

Text: Torsten v. F., Fotos Jürgen S.